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Westworld – Serienreview

Worum es in der hoch prämierten Serie „Westworld“ geht und warum der Hype um die Serie nicht nur vollkommen gerechtfertigt ist, sondern auch wichtig für die Gesellschaft, könnt ihr in diesem Artikel lesen!


Die amerikanische Serie „Westworld“ wurde Anfang 2017 in Deutschland ausgestrahlt und ist für mich persönlich eines der Serienhighlights des vergangenen Jahres. „Westworld“ ist eine von HBO produzierte Serie, welche auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1973 basiert. Doch die Serie beschäftigt sich keines Falls mit alten Kamellen!

Hauptsächlich spielt die Serie in einem Freizeitpark der Zukunft, der jedoch nicht zu sehr den Bezug zu der momentanen Realität verliert. Dieser Freizeitpark bildet, wie der Name der Serie schon verrät, eine Westernszenerie ab. Bewohner dieser Szenerie sind genauestens programmierte Roboter, welche den Besuchern einen aufregenden Aktiv-Urlaub mit verschiedenen sogenannten Storylines bescheren sollen. Jeder Ausflug nach Westerworld soll also für die Besucher möglichst individuell sein! Zudem ist der Park voller Eastereggs und kleinen Überraschungen, sodass die Serie fortwährend spannend bleibt.

Eines Tages hat allerdings einer der Roboter eine Fehlfunktion, sodass er von den ihm vorgeschriebenen Handlungen abweicht und einen Gast brutal attackiert. Die Führungskräfte des Parks sind sehr entrüstet über diesen Vorfall und beschließen gemeinsam, sämtliche Roboter zu checken um derartige Dinge fortan zu verhindern. Allerdings beginnen die Roboter wenig später sich an diese Reparaturen zu erinnern und die Geschichte nimmt ihren unaufhaltsamen Lauf…

Alles in allem kann man also sagen, dass „Westworld“ sich der Hinterfragung des Verhältnisses zwischen Mensch und Roboter verschrieben hat und in diesem Zuge die Frage nach der Selbstbestimmtheit der Roboter aufwirft. Ich persönlich halte diese Fragestellung für ausgesprochen wichtig in unserer Zeit, da wir uns mit solchen Dingen in näherer Zukunft auseinander setzen werden müssen.
Die Verselbstständigung der Roboter ist in dieser Serie sehr spannend gestaltet, sodass ich die Folgen binnen kürzester Zeit durchgeschaut hatte. „Westworld“ schafft nicht nur den Spagat zwischen den längst vergangenen Zeiten im wilden Westen und einer zukünftigen Gesellschaft, sondern kritisiert auch auf eine beängstigende Art und Weise die momentane Gesellschaft. Aufgrund ihrer Aktualität ist „Westworld“ daher einer meiner absoluten Favoriten dieses Jahres und ich denke, dass sich jedes Mitglied meiner Generation mit ebendieser Thematik auseinander setzen sollte!

„Westworld“ ist ab 16 Jahren freigegeben und umfasst bisher eine Staffel mit 20 Episoden. Eine Folge dauert circa eine Stunde.
Momentan kann man die Serie legal auf Amazon, Maxdome, iTunes und Skyticket streamen, sowie als DVD/Blu-Ray erwerben. Die zweite Staffel wird voraussichtlich Mitte/Ende 2018 ausgestrahlt!

 

(Text: Helen Meyer)

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