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Regionalfinale von Jugend Debattiert im Dinslakener Rathaus

Wie schon im letzten Jahr war dieses Jahr wieder eine Runde des Wettbewerbes Jugend Debattiert in Dinslaken. Nachdem sich am Donnerstag die Gewinner der Schulrunden aus dem Regionalverbund Düsseldorf 1 im Otto-Hahn-Gymnasium beweisen mussten, debattierten am Freitag die Finalisten dieser im Dinslakener Rathaus um das Ticket in die nächste Runde.

Jugend debattiert ist ein Wettbewerbsprojekt, dass seit 2002 auf Bundesebene besteht. Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe können an Projektschulen in mehreren Debatten ihr Argumentationstalent unter Beweis stellen und stilvoll diskutieren. Basierend auf der Stufe der Schüler nehmen sie entweder an den Debatten der Altersstufe 1 (8.-9. Klasse) oder Altersstufe 2 (EF-Q2) Teil.

In der Debatte für die Altersstufe 1 debattierten Sonja Kemming vom Konrad-Duden-Gymnasium in Wesel, Felix Hüther vom Max-Planck-Gymnasium in Duisburg, Fynn Gleisner vom Gymnasium in den Filder Benden und Mara Sticker vom Gymnasium Adolfinum in Moers darüber, ob es Läden frei gestellt werden sollte, an Sonntagen zu öffnen. Nach einer anregenden Debatte auf einem für Mittelstufen Schüler unerwartet hohem Niveau, in der sich die Jugendlichen differenziert und ausführlich mit dem kontroversen Thema auseinandersetzten, rückten Sonja Kemming als Erstplatzierte und Fynn Gleisner auf dem zweiten Platz in die nächste Runde weiter, mit Mara Spicker(3. Platz) und Felix Hüther(4. Platz) als Nachrücker, sollte einer der beiden ausfallen.

In der Sekundarstufe 2 ging es dann um das Thema von Unisex Toiletten und ob diese überall eingeführt werden sollten, was mit der kürzlich erfolgten Einführung des dritten Geschlechtes ein besonders relevantes Thema ist. Während auf der pro Seite Sarah Ehrmuth vom Kopernikus Gymnasium Walsum und Tobias Elschner vom EBGS auf der Basis von Gleichberechtigung für Geschlechtsneutrale Toiletten plädierten, betonten auf der Kontraseite Sebastian Schleiken von der Ernst-Barlach-Gesamtschule und Jakob Hochstraße vom Konrad-Duden-Gymnasium Wesel, dass die Entfernung von Geschlechtsspezifischen Toiletten diesem nichts beitragen würde und brachten die Option einer dritten Toilette für Intersex und Transsexuellen Menschen ins Gespräch.   

Aus Dinslaken, von der EBGS, war dann auch der Erstplatzierte dieser Debatte, Sebastian Schleiken. “Ich glaub wir hätten alle noch ein bisschen besser sein können. Wir waren alle sehr nervös, haben uns alle ein bisschen verhaspelt, aber ich glaube wir hatten gute Argumente, sind gut aufeinander eingegangen, hatten auch sehr vielseitige Argumente, die wir angesprochen haben und hatten nicht diesen einen Punkt, wo es dann irgendwann gestoppt hat. Ich bin schon recht zufrienden, aber ich seh natürlich trotzdem noch Steigerungspotential.”, so dieser über die Frage, ob er mit der Debatte zufrieden war. Weiter zum Regionalsiegerseminar Ende April in Kronenburg und dann zur nächsten Debatte, welche zum Landesfinale in den Landtag qualifiziert, geht es jetzt für ihn und Zweitplatzierte Sarah Ehrmuth. Den dritten Platz belegte Tobias Elschner, ebenfalls vom EBGS und den vierten Jakob Hochstrat vom Konrad-Duden-Gymnasium Wesel.

(Text & Bild: Tessa Sählbrandt)

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