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Personalmangel: Stadt muss Spielplätze sperren

Dem Din-Service fehlen Leute, um Mängel zeitnah zu beheben. Verwaltung beantragt vier weitere Stellen.

“Die Stadt im Grünen” – so wirbt Dinslaken für sich. Das Grün zu erhalten, “ist aber auch Fluch”, wie Stadtsprecher Horst Dickhäuser formuliert. Derzeit müssen Spielgeräte oder sogar ganze Spielplätze “längerfristig gesperrt” werden, weil das Personal des Din-Services nicht ausreicht, um sie zeitnah zu reparieren, schreibt die Stadtverwaltung in einem Bericht für den Betriebsausschuss am Mittwoch, 15. Februar. Auch in der Baumpflege fehlen Leute. Das Problem beschäftigte die Politik schon 2015. Seit Jahren schon, hieß es damals, könne der Din-Service die Grünanlagen nicht in der erforderlichen Form erhalten, weil das Personal nicht ausreiche: Über 20 Stellen fehlten. Die Politik beschloss, den Betrieb um vier Stellen aufzustocken – auf zwei Jahre befristet.

Diese Kolonne wird seit März 2016 nicht in der normalen Grünpflege sondern in der “Werterhaltung” eingesetzt. Sie soll abgewirtschaftete Spielplätze auf Vordermann bringen. Das reiche aber gerade, um “unsere bilanziellen Abschreibungen zu verringern”, so Dickhäuser – also die Wertminderung der Flächen, die sich in den städtischen Bilanzen niederschlägt, aufzuhalten oder die Flächen als neue Spielplätze einzurechnen. Bislang wurden vier Spielplätze hergerichtet, drei weitere sollen jetzt folgen. Um die Grünpflege auf den etwa 70 städtischen Spiel- und Bolzplätzen sowie an Schulen und Kitas zu gewährleisten und Spielgeräte zu kontrollieren und zu reparieren, benötigt der Din-Service laut Verwaltung 14,15 Stellen. Vorhanden sind aber nur 8,71 Stellen.

Das bedeute, dass die Spielplätze zwar kontrolliert, die bei den Kontrollen entdeckten Mängel aber nicht zeitnah behoben werden können – weswegen Spielgeräte oder Spielplätze gesperrt werden. Am Spielplatz an der Almutstraße war das etwa der Fall, so Horst Dickhäuser. Auch an der Eppinkstraße ist ein Spielgerüst seit vielen Monaten eingezäunt. “Wir schaffen es einfach mit dem vorhandenen Personal nicht”, so Dickhäuser.

Hinzu kommt die Pflege der insgesamt 24. 500 Dinslakener Bäume. 13. 500 davon sind älter als 40 Jahre und müssen einmal im Jahr geschnitten werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Zur Pflege der 11 .000 Jungbäume (unter 40 Jahre) sollte ein Erziehungsschnitt gehören – der dafür sorgt, dass sich der Pflegeaufwand der Bäume im Alter reduziert. Das war bisher nicht möglich, auch weil ein Hubsteiger fehlt.

Außerdem, so Horst Dickhäuser, seien im Laufe der Jahre immer mehr Arbeiten an den Din-Service gefallen, die aber ins Stundenbudget nicht eingerechnet wurden.

Der Betriebsausschuss diskutiert nun über eine Aufstockung des Din-Service um vier Stellen (Kosten: 204. 000 Euro im Jahr) und die Anschaffung eines Hubsteigers für 175. 000 Euro.

(aha) – Quelle: RP