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Meine Lernroutine und Tipps für eine gelungene Prüfung

Früher oder später müssen wir alle lernen und zwar nicht nur ganz „easy nebenbei“, sondern so richtig am Schreibtisch.

Egal ob für ZAPs, das Abitur, Studium oder eine Ausbildung. Einmal müssen wir uns alle hinsetzen und unseren Kopf hinter Büchern versinken lassen. Doch um euch die ein oder andere Krise in der Lernphase zu ersparen sind hier unsere besten Tipps für den gelungenen Abschluss einer Prüfung!

Ich habe letzte Woche alle schriftlichen Prüfungen im Abitur hinter mich gebracht und dementsprechend die eine oder andere Krise am Schreibtisch miterlebt. Auch wenn es mir schwer fällt, muss ich mich immer und immer wieder selbst motivieren weiter zu machen und mein Bestes zu geben.

Lernen und Organisation sind beides sehr individuelle Themen, was ich auch grade in der Abiturphase feststellen durfte. Es gibt keinesfalls ein „Univesalrezept“ für die perfekte Prüfung oder die perfekte Vorbereitung. Doch manchmal hilft es eben, ein wenig bei den anderen zu spicken und für sich die hilfreichsten Tipps mit zu nehmen.

Ich denke, dass ich- wie die meisten anderen wahrscheinlich auch- ohne ein ganz konkretes Lernkonzept, welches von Pädagogen aufgestellt wurde, auskomme. Trotzdem habe ich meine für mich sehr gut funktionierende Lernroutine und die damit verbundenen Strategien in der Klausurphase aufgestellt. Natürlich variieren diese von Zeit zu Zeit und auch von Fach zu Fach.

Bereits vor der wirklich intensiven Lernphase habe ich den Grundstein gelegt, um nicht völlig von den Prüfungen erschlagen zu werden. Daher habe ich mir bereits zu Beginn der Oberstufe überlegt, welche Fächer mich wirklich interessieren.

Denn mit Freude am Fach lernt es sich direkt leichter! Der nächste Schritt in Richtung Abitur stellten die Hausaufgaben und der Unterricht dar. Auch hierbei versuche ich die Aufgaben möglichst  bewusst zu erledigen und mir Mühe zu machen.

Es gibt Tage an denen es schwieriger ist, im Unterricht geistig dabei zu sein und auch die Hausaufgaben gewissenhaft zu erledigen. Doch auf der anderen Seite muss man sich überlegen, dass jede gelernte Fähigkeit das Lernen in der finalen Phase, beispielsweise vor einer Klausur, deutlich entspannter gestaltet. Zum einen gibt es einen kleineren Lernaufwand, da einige Fakten bereits im Gehirn verankert sind und zum anderen gibt eine gewissenhafte Vorbereitung einem selbst viel Gelassenheit mit auf den Weg in die Prüfung.

Allgemein hat es mir rückblickend in den stressigen Phasen sehr geholfen, mir feste Lernzeiten zu schaffen. Bereits in der Schulzeit habe ich damit angefangen zu recht geregelten Zeiten mich meinen Hausaufgaben und dem Lernen zu widmen.

Wichtig ist hierbei jedoch auch, sich selbst nicht gedanklich zu bestrafen wenn es einige Tage gibt, an denen die Motivation schwerer fällt oder man das Lernen vorzeitig abbricht. Das ist ganz normal und es ist auch wichtig, abseits vom Lernen einen guten Ausgleich zu haben, der Entspannung bringt.

Grade an Wochenenden, welche vor Schulsachen nahezu platzten, habe ich mir regelmäßig To-Do Listen und Lernpläne erstellt. Grade wenn es auf eine Prüfung zuging, welche ich längerfristig vorbereiten musste oder eine aufwendige Präsentation vor der Tür stand. Bei diesen Aufgaben hat mich mein Timer immer sehr unterstützt, da ich diesen recht akkurat versuche zu führen und somit auch einen guten Überblick über anstehende Termine und Aufgaben habe.

Mir persönlich tat es immer sehr gut, etwa 2 Stunden zu lernen und danach beispielsweise eine Verabredung oder eine sportliche Aktivität vor mir zu haben um einen wirklichen „Tapetenwechsel“ hinzulegen. Der Schreibtisch war in dieser Zeit tabu.

Für eine Anfangsmotivation hilft es auch, sich einen Wecker zu stellen, damit man seine Lernzeiten ganz klar absteckt.

Ein weiterer essenzieller Bestandteil in meiner persönlichen Motivation sind Instagram- und Youtubeprofile. Hier stellen die Schaffenden ihre Organisationstipps, Lernmethoden und Lernzettel vor. Alleine die Tatsache, dass ich somit öfter daran erinnert werde, etwas für die Schule zu tun, hilft mir mich zu motivieren. Zusätzlich wird mir so hervorragender Input für die Gestaltung meines Lernzettels oder meine Routine geliefert. Meine Favoritin ist hierbei auf Youtube „Ella TheBee“, während ich auf Instagram fleißig „legallystudies“, „studykween“, „emtudier“ und „medicalpassions“ folge.

Außerdem ist es von Vorteil, soweit es möglich ist, mit guten und schönen Materialien zu lernen. Ein schön gestalteter Lernezettel hilft mir sehr viel mehr, als ein dahingeschmiertes Blatt Papier, welches mich aufgrund seines Layouts nicht besonders zu einer Wiederholung motiviert.

Während der Lernzeit ist es hilfreich, Notizen zu machen und auch Mindmaps zu gestalten. Am besten war es für mich, meine im Unterricht erstellten Notizen noch einmal mit einem Textmarker durchzuarbeiten und parallel das wichtigste auf einem anderen Blatt gesammelt zusammen zu fassen. Auch auf meinen Lernzetteln durften keine Farben fehlen!

In Geschichte habe ich beispielsweise zu meinen Zeitleisten, welche ich teilweise auch online mit Programmen wie Prezi erstellt habe, oftmals kurze Stichpunkte zum Ereignis hinzu geschrieben und so die bereits im Unterricht erstellten Materialien ergänzt.

Zusätzlich ist es gut, noch einmal in andere Literatur hinein zu lesen. Beispielsweise haben mich Bücher wie „Die deutsche Geschichte“ vom bpb oder „Fit fürs Abi-Biologie“ durch anstrengende Zeiten gebracht. Um einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse zu bekommen und auch, falls ein Sachverhalt bisher noch unklar war, diesen oft von einer anderen Herangehensweise aus noch einmal erklären. Somit wird das Verstehen einfacher, vor allem wenn man mit einem Textmarker liest.

Bei der Verwendung von Textmarkern bevorzuge ich, insbesondere bei schwierigen Texten, die Benutzung von verschiedenen Fragen. Thesen, Argumente, Fachwörter und Schlagwörter bekommen so eine andere Farbe und man kann den Text gedanklich direkt besser strukturieren.

Außerdem sind, um Abwechslung in das Lernen zu bringen, Lernvideos oder Dokumentationen zu einem bestimmten Thema sehr hilfreich, da diese meist konkrete Schaubilder bieten und den Kopf mit Bildern versorgen, welche in der Prüfung abgerufen werden können. Meine Empfehlungen sind hierbei z.B. auf Youtube „thesimpleclubbiology“ oder Dokumentationen von dem „Spiegel“ oder „ZDF info“.

Das Wichtigste war auch für mich, in ebendieser Lernzeit feste Rituale einzurichten. Die 2 Stunden habe ich nicht einfach irgendwann in den Tag gelegt, sondern bewusst Zeiten genommen, in denen ich gut lernen kann.

Außerdem war es immer eine große Hilfe für mich, das Handy bewusst weg zu legen und in  dieser Zeit nicht zu benutzen. Ich habe gemerkt, wenn ich es nur umgedreht auf die Schreibtischplatte neben mich lege, neige ich doch dazu, dann und wann zu checken ob ich neue Nachrichten habe. Allerdings steht diese Ablenkung im Gegensatz zu einem produktiven Lernen und daher habe ich mir angewöhnt, mein Handy mindestens auf einem weiter entfernten Möbelstück, wenn nicht sogar in einem anderen Raum zu platzieren.

Desweiteren habe ich eigentlich jedes Mal meine Spotify Playlist für das Lernen genommen. Ich wusste so genau, dass die Playlist 2 Stunden spielt und ich danach fertig bin. Außerdem haben mich meiner Lieblingsliederkurz inne halten lassen um neue Motivation zu sammeln und wieder frisch an die Aufgabe heran zu gehen.

Meistens hatte ich am Abschluss meines Lernabschnittes viele Karteikarten auf meinem Schreibtisch verteilt, da es mir immer geholfen hat, mich mit diesen abzufragen. Eine andere gute Möglichkeit, um das Wissen zu festigen, ist für mich es jemand anderem zu erklären. Selbst wenn derjenige nicht genau im Thema drin ist, hilft es einfach den Sachverhalt noch  einmal verbal wieder zu geben, denn es gilt: Wiederholung ist alles.

Am Ende etwas auf meiner To-Do Liste durchstreichen zu können und zu wissen, dass ich dem Thema in der Prüfung souverän begegnen kann, ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl.

Wichtig ist hierbei auch immer im Kopf zu behalten – trotz meiner ganzen ambitioniert klingenden Tipps- das auch Pausen in Ordnung sind. Ich wollte beispielsweise während meiner Abiturzeit auch nicht mit irgendwem über das Gelernte reden.

Die Prüfung abgeschlossen zu haben, ist im Grunde schon das erste erreichte Ziel und wenn man sich ausreichend vorbereitet hat, muss es nicht unbedingt die eigene Schuld sein falls die Prüfung nicht so ausgegangen ist wie man es sich wünschte. Material, Korrekteur, die Prüfungssituation usw. sind nun mal auch Dinge, die man nicht in der eigenen Hand hat.

Und auch wenn es zunächst enttäuschend sein kann, gilt im Grunde, dass man vor allem für sich selbst und seine eigene Bildung lernt und nicht vordergründig für irgendeinen Abschluss.

(Text & Bild: Helen Meyer)

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