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Am Bahnhof in Dinslaken gibt es nun Carsharing-Angebot

Die Niag erweitert ihr Mobilitätsangebot. Zwei Fahrzeuge können nun von jedem Autofahrer online angemietet werden. Buchung bald auch per App.

In der Stadt gibt es ab sofort zwei Autos, die von jedem Bürger mit Führerschein kurzzeitig wie kurzfristig angemietet und gefahren werden können: Am Bahnhof nahm die Niag gestern zwei Carsharing-Stellplätze in Betrieb – und erweitert somit ihr Mobilitätsangebot in Dinslaken. Das Autohaus Bernds stellt als Kooperationspartner die beiden Ford-Fiesta zur Verfügung.

„Mit dem Bahnhof haben wir da natürlich eine Stelle gefunden, die in der Stadt von zentraler Bedeutung für Mobilität ist“, erklärt Bürgermeister Michael Heidinger und spricht von einer „wunderbaren Ergänzung“, die man bereits im Voraus der Bahnhofsumgestaltung habe installieren können. Er betont, dass alle Verkehrsträger berücksichtig werden müssten — hier träfen sie zusammen.

Allen Beteiligten, also Niag, Autohaus und Stadt (die stellt die beiden Plätze kostenfrei zur Verfügung), gehe es darum, die Anwohner der Stadt mobil zu halten. Niag-Vorstand Peter Giesen: „Mobilität hört nicht an der Haltestelle auf.“

So funktioniert das Angebot

Vor der ersten Nutzung müssen sich Abonnenten in einem Niag-Kundencenter oder beim Autohaus Bernds als Carsharing-Kunde registrieren lassen. Danach gibt’s eine Kundenkarte. Die kostet aktuell 9,90 Euro – weitere Gebühren fallen erst bei Nutzung an.

Bei Abschluss einer Buchung identifiziert sich der Kunde über Kundennummer und Passwort und bucht das Fahrzeug online über www.ford-carsharing.de. Dabei, weißt Florian Bernds vom Autohaus hin, sei es egal, ob die Buchung lange im Voraus oder spontan geschehe, egal, ob für wenige Stunden oder mehrere Tage. „Wenn jemand die Wagen vorher reserviert hat, sind sie allerdings weg“, ergänzt er.

Das Auto wird mit der Kundenkarte geöffnet. Dazu wird diese an den Sensor auf der Frontscheibe des Fahrzeugs gehalten – so öffnet sich die Zentralverriegelung. „Der Autoschlüssel liegt dann im Handschuhfach“, erklärt Florian Bernds.

Bei der Rückgabe müsse das Auto wieder zum Bahnhof gefahren werden, ergänzt Bernds. „Wir arbeiten nämlich mit einem stationären System“. Der Schlüssel gehöre anschließend wieder ins Handschuhfach, abgeschlossen werde das Auto mit der Karte.

Die Kosten setzen sich zusammen aus Anzahl der genutzten Stunden (Preis pro Stunde ab 1,50 Euro) und der Menge der gefahrenen Kilometer (19 Cent je Kilometer). Die Rechnung gibt’s rund zwei Wochen nach der Fahrt.

Anna Katharina Wrobel – Quelle: NRZ